Offener Brief der Freiberger NPD-Stadträtin Heidelore Karsten an OB Schramm und Dr. Kretzer-Braun anläßlich der NPD-Kundgebung am 14. Juli

Ein Nachtrag zur Demonstration der NPD-Gegner am 14.07.2014 auf dem Freiberger Obermarkt:

„Die Ansprache und Aufforderung des Freiberger Oberbürgermeisters Bernd Erwin Schramm, diese Wahlveranstaltung einer zugelassenen Partei zu boykottieren, zeigt das in Freiberg vorherrschende politische Klima, das durch gesellschaftliche Intoleranz und amtliche Einflussnahme auf die Meinungs- und Gedankenfreiheit geprägt ist. Dies macht mich schon fast nicht mehr sprachlos, ist die Einschränkung der Denk- und Meinungsfreiheit im angeblich ‚freiesten Staat, den es jemals auf deutschem Boden gegeben hat‘, doch längst an der Tagesordnung.

Als parteiloser Oberbürgermeister sollte Herr Schramm eine tolerante, diplomatische Einstellung gegenüber allen Parteien und Vereinigungen an den Tag legen und nicht mit grundgesetzwidriger Meinungseinschränkung sein hohes Amt beschädigen.

Der Agenda-21-Verein wird ja von der Stadt und besonders vom Oberbürgermeister unterstützt. Deshalb sollte auch der OB Toleranz üben und beispielgebend für unser Volk und Vaterland wirken. Wo, Herr Oberbürgermeister, bleibt da die von Ihnen stets gepriesene und herbeifabulierte Demokratie? Gerade in Ihrer Ansprache hatten Sie sich so dafür eingesetzt. Die NPD ist eine zugelassene Partei und hat deshalb ein grundgesetzlich garantiertes Recht, sich wie jede andere Partei auch auf dem Obermarkt zu präsentieren. Die Gesetzeslage scheint Ihnen, Herr Schramm, entweder unbekannt oder völlig egal zu sein, was aufzeigt, wessen Geistes Kind Sie sind.

Unsere Kundgebungstour durch neun sächsische Städten – stets unter dem Motto ‚Heimat im Herzen – Zukunft im Blick‘ – wurde von Seite der Nationalen mit großer Disziplin, Souveränität, Geduld, Sachlichkeit, Offenheit und Kompetenz abgehalten. Die Reden des NPD-Landesvorsitzenden Holger Szymanski sowie der anderen Landesvorstandsmitglieder konnten selbst mit den Trillerpfeifen der Gegenseite nicht übertönt werden.

Es war ein beschämender Auftritt der Gegenseite, der selbsternannten ‚Demokraten‘ und Bessermenschen, den die Freiberger Bürger zu sehen und zu hören bekamen. Leider hatte die ‚Freie Presse‘ trotz ihrer vielbesungenen ‚Unabhängigkeit und Objektivität‘ nicht annähernd ihre Pflicht zur sachrichtigen Berichterstattung erfüllt und die Ereignisse tatsachenentsprechend dargestellt. Die ‚Freie Presse‘ wurde einmal mehr ihrer staatlich verordneten Propagandapflicht gerecht.

Als NPD-Stadträtin der Stadt Freiberg habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, die Bürger der Stadt Freiberg nach bestem Wissen und Gewissen zu vertreten. Ohne Fraktion und allein im Stadtrat zu sitzen, ist nicht immer einfach, doch bin ich mir meines Wählerauftrages bewusst. Ein herzliches Dankeschön an alle meine lieben Wählerinnen und Wähler, dass Ihr mir geholfen habt, ein zweites Mal in den Stadtrat einzuziehen.

Einige Beobachtungen zur Gegendemonstration am 14. Juli:

Mir gegenüber stand, mit einer Trillerpfeife im Mund, die Fraktionsvorsitzende der LINKEN, Frau Dr. Kretzer-Braun. Seit 1992 ist sie Dozentin für Erwachsenenbildung mit Schwerpunkt Heil-Sonderpädagogik und seit 1997 Vorsitzende des Regenbogenhauses e. V. Freiberg, Leiterin des Projektes ‚Regenbogenhaus‘ und weiterer Projekte zur beruflichen Qualifizierung junger lern-und geistig Behinderter für eine Tätigkeit in der Gastronomie. Gerade von einer solchen Frau hätte ich ein stilvolleres und geistig reiferes Verhalten erwartet und auch vorausgesetzt.

Im Zusammenhang mit meiner Tätigkeit als Erzieherin in der Albert-Schweizer-Schule hatte ich beruflichen Kontakt mit Frau Dr. Kretzer-Braun gleichfalls als Dozentin bei meiner beruflichen Qualifikationsausbildung zur ‚Zusatzqualifikation Heilpädagogik‘. Mit Sicherheit haben Sie, Frau Dr. Kretzer-Braun, eine schöne und wichtige Aufgabe, die Sie dort gemeistert haben und noch meistern.

Wie aber, Frau Dr. Kretzer-Braun, können Sie sich in Ihrer Position als Pädagogin mit diesen niveaulosen Vorkommnissen und Verhaltensweisen der Gegendemonstranten auf dem Obermarkt in Freiberg identifizieren? Als Pädagogin vermitteln Sie doch Werte und Normen. Was haben aber Werte und Normen mit diesen öffentlich zur Schau gestellten ‚Nacktärschen‘, mit denen Sie in einer Reihe auf dem Obermarkt in Freiberg Ihre Solidarität bekundeten, gemein? Wir sind dankbar, wenigstens von dem Ihrigen verschont geblieben zu sein.

Wie würden wohl die Behinderten des ‚Regenbogenhauses‘ darauf reagieren? Was werden die Menschen von Ihnen denken? Peinlich, peinlich! Oder doch Ausdruck der ‚Frankfurter Schule‘?! Da war der ‚Stinkefinger‘ eines Herrn Walter noch das kleinere Übel und Ausdruck einer wohl eher spätpubertären Phase.

Heidelore Karsten, NPD-Stadträtin der Stadt Freiberg

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