NPD Dresden kritisiert SGD-Preis für linksextremen „Infoladen Zittau“

Nationaldemokraten vertreten in ihrem Stadtratswahlprogramm die Interessen der Fans

Screenshot Facebook-Auftritt vom Autonomalversand vor dem Infoladen Zittau

Screenshot Facebook-Auftritt vom Autonomalversand vor dem Infoladen Zittau

Der NPD-Kreisverband Dresden kritisiert die Auszeichnung des linksextremen „Infoladens Zittau“ mit dem SGD-Preis scharf. „Mit dieser Auszeichnung dürfte sich die Vereinsführung der SG Dynamo Dresden bei den Fans wenig Freunde machen“, so Stadtrat Jens Baur, Kreisvorsitzender der NPD Dresden. Bereits im letzten Jahr gab es mit dem berüchtigten Antifa-Verein AKuBiZ e. V. aus Pirna einen mehr als fragwürdigen Preisträger.

Jens Baur erklärte heute zudem:

Dass ausgerechnet der ‚Infoladen Zittau‘, dessen Räumlichkeiten auch den sogenannten Autonomal-Versand beherbergen, einen Preis bekommt, der den Einsatz ‚gegen Gewalt und Ausgrenzung sowie für Akzeptanz und Menschlichkeit‘ würdigen soll, ist bestenfalls ein schlechter Witz. Dieser Versand bietet Ausrüstungsgegenstände für die linksautonome Szene an, unter anderem Sturmhauben, Schals zur Vermummung, Graffiti-Spray oder CS-Gas.

Der ‚Infoladen Zittau‘ stellt zudem die Schnittstelle zwischen der Antifa Lausitz, dem linkextremen Tamara-Bunke e.V. und dem örtlichen Kreisverband der Linkspartei dar. Der in der Pressemeldung der SGD zur Preisverleihung zitierte Repräsentant des Infoladens, Jens Thöricht, ist nicht nur als Autor für die ‚Antifaschistischen Nachrichten‘ tätig, sondern amtiert auch als Geschäftsführer des Kreisverbandes der LINKEN in Görlitz sowie als Stadtrat in Zittau und Kreisrat in Görlitz. Das alles mag vielleicht zum FC St. Pauli oder zum Roten Stern Leipzig passen, gewiss aber nicht unserer Dresdner Fußballkultur und der SG Dynamo Dresden.

Trotz der kritikwürdigen Preisverleihung steht die NPD Dresden weiterhin zum Verein und vor allem den Fans, die der fragwürdigen Auszeichnung größtenteils verständnislos gegenüberstehen.

Im ihrem Programm zur Stadtratswahl am 25. Mai setzt sich die NPD unter dem Punkt „Für eine lebendige Fankultur – Keine Kriminalisierung unserer Fußballfans“ für die Interessen der Dynamo-Anhänger ein.

Darin heißt es:

In den Augen hochrangiger DFB-Funktionäre, aber auch vieler Auswärtiger hat das Ansehen der SG Dynamo Dresden und seiner Fans durch verschiedene Vorkommnisse in den letzten Jahren erheblich gelitten. Dass dadurch jedoch die Gesamtheit der Fans mit ihren Fanclubs in Mithaftung genommen wird, ist absolut ungerechtfertigt. Die Anhängerschaft eines erfolgreichen und aus dem deutschen Fußball nicht mehr wegzudenkenden Vereins, der sich aus der zwangsweisen Rückstufung in die Regionalliga binnen weniger Jahre wieder in die 2. Bundesliga hochkämpfen konnte, darf nicht pauschal kriminalisiert werden! Die unsaubere Methode, ganze Vereine oder Fangruppierungen für mögliche Verfehlungen einzelner Fans in Kollektivhaftung zu nehmen, lehnen wir entschieden ab.

Derzeit üben die Innenminister des Bundes und der Länder, nicht zuletzt auch Sachsens Innenminister Markus Ulbig, Druck auf die Vereine und Verbände aus, um neue repressive Maßnahmen gegen große Teile der Fanszenen durchzusetzen. Diese Einflussnahme der Politik auf den Sport lehnt die NPD ab.

Ebenso abzulehnen sind Stadionverbote für Personen aufgrund des Tragens bestimmter Kleidungsmarken wie „Thor Steinar“. Hinter solchen Verboten steht ein totalitäres politisches Selbstverständnis, das nicht nur den Prinzipien einer freiheitlichen und demokratischen Gesellschaftsordnung widerspricht, sondern das individuelle Grundrecht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit, wie es jedem durch Artikel 1 Absatz 2 des Grundgesetzes garantiert wird, verletzt.

Nicht zuletzt lehnen wir Nationaldemokraten auch den exzessiven und datenschutzrechtlich bedenklichen Missbrauch der Datei „Gewalttäter Sport“ ab. Die Art und Weise, wie diese Datei derzeit geführt wird, widerspricht rechtsstaatlichen Prinzipien und ist datenschutzrechtlich bedenklich. Wenn bei jedem Strafverfahren die Unschuldsvermutung eines Angeklagten bis zu seiner rechtskräftigen Verurteilung gilt, darf dieses Prinzip nicht von der polizeilichen Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze außer Kraft gesetzt werden. Eine Eintragung in die Datei „Gewalttäter Sport“ darf daher nicht nur aufgrund von reinen Verdachtsmomenten erfolgen.

Die NPD fordert:

  • Keine finanziellen Einschnitte für den Dresdner Sport! Insbesondere die Jugendarbeit in den Vereinen muss gefördert werden.
  • Schluss mit der Kriminalisierung der Dynamo-Fans! Keine Kollektivhaftung ganzer Fangruppen für mögliche Verfehlungen einzelner Personen.
  • Keine Stadionverbote aufgrund unliebsamer Kleidungsmarken.
  • Persönliche Freiheit achten! Ohne richterliche Anordnung dürfen keine Вereichsbetretungs- oder Ausreiseverbote mehr ausgesprochen werden.
  • Emotionen zulassen! Wir brauchen endlich eine offene und vorurteilsfreie Debatte über alle populären Formen der Fankultur.

Das komplette Stadtratswahlprogramm finden Sie im Netz unter:

www.npd-dresden.de/2011/wp-content/uploads/2014/br_2014_kommunalwahlprogramm-dresden.pdf

Thorsten Thomsen

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